Jeder kennt die Erklärungen von Flugbegleitern, wie die Passagiere bei
Druckabfall im Flugzeug die Sauerstoffmaske anwenden sollen. Sinkt der Druck aufgrund eines
technischen Fehlers oder einer Beschädigung des Rumpfes unter einen kritischen Wert, müssen die
Insassen mit zusätzlichem reinen Sauerstoff versorgt werden. Daher müssen Flugzeuge eine künstlich
bedruckte Kabine haben, in der ein von der Flughöhe unabhängiger Mindestdruck garantiert ist.
Fällt der Druck sehr schnell auf Werte, die einer Höhe von 10.000 Metern und mehr
entsprechen, beläuft sich die Zeit bis zur Handlungsunfähigkeit auf nur etwa 15 Sekunden. Aus
diesem Grund muss ein Sauerstoffsystem automatisch und mit einer hohen Verfügbarkeit aktiviert
werden können. Da es sich um ein „schlafendes“ System handelt, ist für bestimmte Komponenten eine
entsprechende Überwachung erforderlich. Um die für alle Passagiere notwendige Sauerstoffmenge
möglichst gering zu halten, wird sie während der Versorgung an den Umgebungsdruck angepasst.
Hierfür ist eine zuverlässige Regelfunktion notwendig.
In modernen Passagierflugzeugen werden diese Systeme zunehmend elektronisch geregelt und
überwacht. BERATA ist im Rahmen der Entwicklung und Validierung von Sauerstoffsystemen sowohl an
aktuellen als auch an bereits abgeschlossenen Flugzeugprojekten beteiligt. Die Entwicklung von
Hardware und Software erfolgt hierbei nach den Richtlinien RTCA DO-254 bzw. RTCA DO-178B, um die
Sicherheits-anforderungen und Dokumentationsauflagen zu erfüllen.
Die Unterstützung des Kunden durch BERATA hat zu verbesserten und effizienteren Tests
geführt, die zusätzlich mit umfangreichen Auswertungen von Daten aus Testflügen überprüft
wurden.
