Große Flächenbrände stellen eine enorme Bedrohung dar: Sie verursachen jährlich
Milliardenschäden und fordern Hunderte von Menschenleben. In dicht besiedelten Gebieten wie
Südwest- oder Südosteuropa wird versucht, entstehende Brände mit Kontrollflügen oder durch
stationäre Wachtürme zu entdecken und zu bekämpfen. In großen Flächenstaaten wie Kanada oder
Australien funktioniert diese Vorgehensweise allerdings nicht.
Satellitentechnik macht es möglich, die Erde aus dem All kontinuierlich und ohne menschliche
Besatzung zu beobachten. Entscheidend für die erfolgreiche Feuererkennung aus dem All ist die
Verfügbarkeit leistungsfähiger Detektor- und Signalverarbeitungstechnik an Bord von Satelliten. Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat hier Pionierarbeit geleistet und die von ihm
entwickelte, auf Mehrkanal-Infrarottechnik basierende BIRD-Technologie (BIRD: Bispectral Infra-Red
Detection) bereits erfolgreich auf einem Experimentalsatelliten getestet.
Das Projekt AUSBird verwendet eine Weiterentwicklung der BIRD-Technologie, um auch kleinste
Feuer sicher erkennen zu können. Die Detektor- und Signalverarbeitungseinheiten befinden sich an
Bord einer Reihe von Kompakt-Satelliten, die so im Weltraum angeordnet sein werden, dass eine
weltweite Feuerdetektion innerhalb weniger Stunden möglich sein wird.
Das AUSBird System wird neben einer Reihe von Satelliten ein Bodenkontrollsegment für diese
Satelliten umfassen, ebenso ein Datenverarbeitungszentrum zur weiteren Aufbereitung von
Satellitendaten und ein Nutzersegment zur Weiterleitung relevanter Informationen bis zum Endnutzer,
z.B. zur Feuerwehr.
AUSBird wird von einem Konsortium aus industriellen und institutionellen Partnern entworfen
und entwickelt. Die Verantwortungsbereiche von BERATA liegen im übergeordneten Projektmanagement
sowie in der Projektverantwortung für das AUSBird Bodensegment. BERATA arbeitet hier mit
etablierten Subauftragnehmern zusammen.
